📌 Kurz gesagt
Um als zusätzliche Betreuungskraft nach §§ 43b und 53b SGB XI zu arbeiten, brauchst du keinen Pflegeabschluss. Die Betreuungskräfte-Richtlinien des GKV-Spitzenverbands (Fassung vom 21.10.2022) verlangen ein 40-stündiges Orientierungspraktikum, eine Qualifizierung aus Basiskurs (100 Unterrichtsstunden), zweiwöchigem Betreuungspraktikum und Aufbaukurs (60 Unterrichtsstunden) sowie jährlich mindestens 16 Unterrichtsstunden Fortbildung. Die Weiterbildung ist bei AZAV-zertifizierten Trägern über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Betreuungskraft nach §§ 43b, 53b SGB XI?
- Was bedeuten § 43b und § 53b?
- Welche Voraussetzungen brauchst du?
- Wie läuft die Qualifizierung ab?
- Was wird angerechnet?
- Was darfst du als Betreuungskraft – und was nicht?
- Was kostet die Weiterbildung und wer zahlt?
- So gehst du vor
- Häufige Fragen
- Quellen
Was ist eine Betreuungskraft nach §§ 43b, 53b SGB XI?
Eine zusätzliche Betreuungskraft ist eine qualifizierte Mitarbeiterin oder ein qualifizierter Mitarbeiter in einer Pflegeeinrichtung, die pflegebedürftige Menschen im Alltag aktiviert, begleitet und betreut – ohne selbst Pflegekraft zu sein. Im Alltag hörst du auch die Begriffe Alltagsbegleiter:in, Betreuungsassistent:in oder einfach „43b-Kraft“.
Der Beruf ist gefragt. Laut Bundesgesundheitsministerium waren im Dezember 2023 rund 52.000 zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen tätig. Finanziert werden sie über einen Vergütungszuschlag der Pflegekassen. In der Regel deckt dieser eine Vollzeitstelle je 20 Pflegebedürftige. Die Bewohnerinnen und Bewohner zahlen dafür nichts.
Seit dem 1. Februar 2024 gelten die gleichen Qualifikationsanforderungen auch für Betreuungskräfte in ambulanten Pflegediensten, die überwiegend pflegerische Betreuungsmaßnahmen erbringen. Das regeln die Maßstäbe und Grundsätze für die ambulante Pflege (MuG ambulant), die direkt auf die Betreuungskräfte-Richtlinien verweisen. Damit ist die Qualifizierung heute in Heim, Tagespflege und ambulantem Dienst nutzbar.
Was bedeuten § 43b und § 53b SGB XI?
Die beiden Paragrafen werden oft in einem Atemzug genannt, regeln aber Unterschiedliches:
| Vorschrift | Inhalt | Bedeutung für dich |
|---|---|---|
| § 43b SGB XI | Anspruch der Pflegebedürftigen in teil- und vollstationären Einrichtungen auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung | Begründet, warum es deine Stelle gibt und wie sie finanziert wird |
| § 53b SGB XI | Auftrag an den GKV-Spitzenverband, Richtlinien zu Qualifikation und Aufgaben der Betreuungskräfte zu erlassen | Grundlage der Betreuungskräfte-Richtlinien, die deine Ausbildung regeln |
| § 87b / § 53c SGB XI (alt) | Frühere Fundstellen derselben Regelung (bis 2016 bzw. 2017–2019) | Ältere Zertifikate mit diesen Paragrafen bleiben gültig |
Die Richtlinien wurden am 19. August 2008 erstmals beschlossen. Seit dem 1. Januar 2020 stehen sie inhaltsgleich in § 53b SGB XI. Die aktuelle Fassung stammt vom 21. Oktober 2022, das Bundesgesundheitsministerium hat sie am 21. November 2022 genehmigt. Bestandsschutz ist ausdrücklich geregelt: Wer nach einer früheren Fassung qualifiziert wurde, erfüllt die Anforderungen weiterhin (§ 5 Abs. 3 der Richtlinien).
Welche Voraussetzungen brauchst du als Betreuungskraft?
Die gute Nachricht zuerst: Du brauchst keinen pflegerischen oder therapeutischen Berufsabschluss (§ 4 Abs. 1 der Richtlinien). Auch einen bestimmten Schulabschluss schreiben die Richtlinien nicht vor. Verlangt werden drei Bausteine:
- das Orientierungspraktikum (40 Stunden, vor der Qualifizierung),
- die Qualifizierungsmaßnahme (Basiskurs, Betreuungspraktikum, Aufbaukurs),
- regelmäßige Fortbildungen, solange du als Betreuungskraft beschäftigt bist.
Dazu kommt die persönliche Eignung. § 3 der Richtlinien nennt unter anderem eine positive Haltung gegenüber kranken, behinderten und alten Menschen, Empathie, Geduld im Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz, psychische Stabilität, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit. Viele Arbeitgeber und Bildungsträger verlangen zusätzlich ein erweitertes Führungszeugnis und gute Deutschkenntnisse, weil Kommunikation der Kern der Arbeit ist.
Was ist das Orientierungspraktikum?
Das Orientierungspraktikum umfasst 40 Stunden in einer zugelassenen ambulanten, vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung. Auch zugelassene ambulante Betreuungsdienste nach § 71 Abs. 1a SGB XI zählen dazu. Du lernst den Alltag kennen und prüfst, ob die Arbeit zu dir passt. Das Praktikum findet vor der Qualifizierung statt.
Wie läuft die Qualifizierung zur Betreuungskraft ab?
Die Qualifizierungsmaßnahme besteht laut § 4 Abs. 3 der Richtlinien aus drei Modulen mit insgesamt mindestens 160 Unterrichtsstunden plus einem zweiwöchigen Betreuungspraktikum. Eine Unterrichtsstunde umfasst nach Auskunft der Kassenverbände in der Regel 45 Minuten.
| Baustein | Umfang | Inhalte laut Richtlinie |
|---|---|---|
| Orientierungspraktikum | 40 Stunden | Erste Eindrücke, Eignung selbst prüfen |
| Modul 1: Basiskurs Betreuungsarbeit | 100 Unterrichtsstunden | Kommunikation und Interaktion, Grundwissen zu Demenz, psychischen Erkrankungen, geistigen Behinderungen, Diabetes und Bewegungsapparat, Grundkenntnisse Pflege, Dokumentation und Hygiene, Erste Hilfe |
| Modul 2: Betreuungspraktikum | 2 Wochen | Praxis unter Anleitung einer erfahrenen Pflegefachkraft, möglichst mit gerontopsychiatrischer Zusatzausbildung; darf aufgeteilt werden |
| Modul 3: Aufbaukurs Betreuungsarbeit | 60 Unterrichtsstunden | Vertiefung Kommunikation, Rechtskunde (Haftung, Betreuungsrecht, Schweigepflicht, Datenschutz), Hauswirtschaft und Ernährung, Beschäftigung und Bewegung, Zusammenarbeit mit Pflege und Angehörigen |
| Fortbildung | mind. 16 Unterrichtsstunden pro Jahr | Wissen aktualisieren, berufliche Praxis reflektieren |
Für ambulante Pflegedienste gilt eine zusätzliche Frist: Der Basiskurs muss spätestens sechs Monate nach dem Orientierungspraktikum bzw. nach Beginn der Tätigkeit als Betreuungskraft starten. So steht es in den Erläuterungen der Kassenverbände zu den MuG ambulant.
Praxisbeispiel: Melanie startet neu
Beispiel: Melanie, 38, war zwölf Jahre im Einzelhandel. Nach der Pflege ihrer Großmutter merkt sie, dass sie gern mit älteren Menschen arbeitet. Sie ist gerade arbeitssuchend gemeldet. Ihre Beraterin bei der Agentur für Arbeit stellt ihr einen Bildungsgutschein für die Qualifizierung zur Betreuungskraft aus.
Weil Melanie während der Pflege ihrer Großmutter bereits ein freiwilliges Praktikum in einer Tagespflege gemacht hat, legt sie die Praktikumsbescheinigung mit Zeitraum und Tätigkeiten vor. Das Praktikum wird als Orientierungspraktikum anerkannt. Sie steigt direkt in den Basiskurs ein und hat nach rund fünf Monaten ihr Zertifikat.
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Die Livento-Qualifizierung zur Betreuungskraft nach §§ 43b/53b SGB XI umfasst 160 Unterrichtseinheiten inklusive Praktikum. Mit Bildungsgutschein kann die Förderung die Kosten übernehmen.
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Was wird auf die Qualifizierung angerechnet?
§ 5 der Richtlinien regelt die Anrechnung. Das spart dir im besten Fall Zeit und Geld:
- Pflegefachkräfte: Examinierte Altenpfleger:innen, Gesundheits- und Krankenpfleger:innen sowie Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner erfüllen die Qualifizierung grundsätzlich.
- Helfer- und Assistenzausbildung: Eine abgeschlossene landesrechtlich geregelte Ausbildung in der Pflege von mindestens einem Jahr gilt ebenfalls grundsätzlich als ausreichend.
- Vorerfahrung: Wer bereits mindestens 40 Stunden in Betreuung oder Pflege in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung tätig war, hat das Orientierungspraktikum erfüllt.
- Teilweise Vorkenntnisse: Inhalte, die du nachweislich in Ausbildung, Beruf oder Fortbildung erworben hast, können anteilig angerechnet werden.
💡 Tipp aus der Praxis
Hast du schon ein Praktikum in der Pflege oder Betreuung gemacht? Bei Livento kann es als 40-stündiges Orientierungspraktikum anerkannt werden. Du brauchst dafür einen Praktikumsvertrag, eine Praktikumsvereinbarung oder einen Praktikumsbericht, aus dem Zeitraum und Tätigkeiten hervorgehen. Leg das Dokument gleich bei der Anmeldung vor.
Was darfst du als Betreuungskraft – und was nicht?
§ 2 der Richtlinien beschreibt deine Aufgaben klar. Du motivierst, begleitest und betreust Pflegebedürftige bei Alltagsaktivitäten. Beispiele aus der Richtlinie sind Malen und Basteln, leichte Gartenarbeit, Kochen und Backen, Erinnerungsalben, Musik und Singen, Brett- und Kartenspiele, Spaziergänge und Ausflüge, Bewegung und Tanz in der Gruppe, Gottesdienstbesuche, Lesen und Vorlesen. Genauso wichtig ist, einfach da zu sein: für Gespräche, gegen Angst und für Orientierung.
Ebenso klar sind die Grenzen. Zusätzliche Betreuungskräfte dürfen weder regelmäßig noch planmäßig in körperbezogene Pflege oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten eingebunden werden. Behandlungspflege bleibt ausschließlich qualifizierten Pflegekräften vorbehalten. Erlaubt sind nur unaufschiebbare Hilfen während deiner Betreuung, wenn keine Pflegekraft rechtzeitig verfügbar ist – zum Beispiel, wenn eine Bewohnerin beim Spaziergang dringend zur Toilette muss.
Für die Einhaltung ist die verantwortliche Pflegefachkraft nach § 71 Abs. 3 SGB XI zuständig. Wichtig für dich: Wenn du auf Verstöße hinweist, dürfen dir daraus keine Nachteile entstehen (§ 2 Abs. 4 der Richtlinien). Interessierst du dich später für Behandlungspflege, brauchst du eine eigene Qualifikation – mehr dazu im Artikel Behandlungspflege LG 1 und LG 2.
Was kostet die Weiterbildung zur Betreuungskraft und wer zahlt?
Die Preise der Bildungsträger unterscheiden sich je nach Umfang, Format und Region. Bei Livento kostet die Qualifizierung zur Betreuungskraft 1.050 € (umsatzsteuerfrei). Für die Finanzierung gibt es drei typische Wege:
| Weg | Für wen? | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit / Jobcenter) | Arbeitssuchende, von Arbeitslosigkeit Bedrohte, unter Bedingungen auch Beschäftigte | Nur für AZAV-zugelassene Träger und Maßnahmen. Übernommen werden können Lehrgangskosten, Fahrtkosten und Kinderbetreuung. Die Förderung ist eine Ermessensentscheidung nach persönlicher Beratung. |
| Arbeitgeber | Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen | Viele Einrichtungen übernehmen die Kosten, weil sie qualifizierte Betreuungskräfte für den Vergütungszuschlag nach § 43b SGB XI brauchen. Frag nach einer Freistellung für den Unterricht. |
| Selbstzahlung | Alle anderen | Kosten für berufliche Weiterbildung können unter Umständen steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden. |
Livento ist ein AZAV-zertifizierter Bildungsträger. Die Qualifizierung zur Betreuungskraft ist deshalb über einen Bildungsgutschein förderbar. Bitte beachte: Den Bildungsgutschein brauchen wir im Original. Ausführlich erklären wir die Förderwege im Artikel Bildungsgutschein und Qualifizierungschancengesetz in der Pflege.
Was passiert nach dem Abschluss? Die jährliche Fortbildung
Mit dem Zertifikat ist die Weiterbildung nicht vorbei. Solange du als Betreuungskraft arbeitest, musst du jedes Jahr mindestens 16 Unterrichtsstunden Fortbildung nachweisen (§ 4 Abs. 4 der Richtlinien). Darin wird dein Wissen aktualisiert und deine berufliche Praxis reflektiert. Was genau zählt, wie du den Nachweis führst und welche Themen sich lohnen, liest du im Artikel Fortbildung für Betreuungskräfte: 16 Stunden Pflicht pro Jahr.
Für die Arbeit mit Menschen mit Demenz sind außerdem methodische Grundlagen hilfreich, etwa die Biografiearbeit, die auch die Richtlinie als Orientierung für Betreuungsangebote nennt.
So gehst du vor: In 5 Schritten zur Betreuungskraft
- Eignung prüfen: Überleg dir ehrlich, ob du Geduld, Empathie und Freude am Umgang mit älteren oder kranken Menschen mitbringst.
- Orientierungspraktikum klären: Hast du schon 40 Stunden Praxis in Pflege oder Betreuung? Dann sammle den Nachweis. Wenn nicht, organisiere ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung.
- Finanzierung klären: Sprich mit deiner Agentur für Arbeit, deinem Jobcenter oder deinem Arbeitgeber über einen Bildungsgutschein oder eine Kostenübernahme.
- Kurs buchen: Achte auf einen AZAV-zertifizierten Träger, wenn du mit Bildungsgutschein lernen willst, und auf die Inhalte nach § 4 Abs. 3 der Richtlinien.
- Praktikum planen: Kläre früh, wo du dein zweiwöchiges Betreuungspraktikum machst. Es darf aufgeteilt werden, etwa neben Familie oder Job.
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Wir sagen dir in einem kostenlosen Gespräch, ob ein Bildungsgutschein für dich infrage kommt, ob dein Vorpraktikum anerkannt werden kann und welche Unterlagen du brauchst.
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Häufige Fragen zur Betreuungskraft nach §§ 43b, 53b SGB XI
Welche Voraussetzungen brauche ich, um Betreuungskraft zu werden?
Du brauchst keinen Pflegeabschluss. Nach den Betreuungskräfte-Richtlinien musst du ein 40-stündiges Orientierungspraktikum, eine Qualifizierung mit mindestens 160 Unterrichtsstunden plus zweiwöchigem Betreuungspraktikum und danach jährliche Fortbildungen nachweisen. Dazu kommt die persönliche Eignung, etwa Empathie, Geduld und Zuverlässigkeit.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Betreuungskraft?
Die Richtlinien legen nur den Umfang fest, nicht die Dauer. In Vollzeit sind wenige Wochen möglich, berufsbegleitend dauert die Qualifizierung meist mehrere Monate.
Was kostet die Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 43b?
Die Preise der Bildungsträger variieren. Bei Livento kostet die Qualifizierung 1.050 € (umsatzsteuerfrei). Mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters können die Kosten übernommen werden, weil Livento AZAV-zertifiziert ist.
Was ist der Unterschied zwischen § 43b und § 53b SGB XI?
§ 43b SGB XI gibt Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen den Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung. § 53b SGB XI verpflichtet den GKV-Spitzenverband, Richtlinien zu Qualifikation und Aufgaben der Betreuungskräfte zu erlassen. Beide gehören zusammen: Der eine schafft die Stelle, der andere regelt die Qualifikation.
Muss das Betreuungspraktikum am Stück absolviert werden?
Nein. Die Richtlinien erlauben ausdrücklich, das zweiwöchige Betreuungspraktikum aufzuteilen, um es mit Beruf und Familie zu vereinbaren. Es findet in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung unter Anleitung einer erfahrenen Pflegefachkraft statt.
Wird mein früheres Praktikum angerechnet?
Wenn du bereits mindestens 40 Stunden in Betreuung oder Pflege in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung tätig warst, gilt das Orientierungspraktikum als erfüllt. Bei Livento brauchst du dafür einen Praktikumsvertrag, eine Praktikumsvereinbarung oder einen Praktikumsbericht mit Zeitraum und Tätigkeiten.
Gilt mein altes Zertifikat nach § 87b oder § 53c noch?
Ja. Wer nach einer früheren Fassung der Betreuungskräfte-Richtlinien qualifiziert wurde, erfüllt die Qualifikationsanforderungen weiterhin. Das regelt § 5 Abs. 3 der Richtlinien. Die jährliche Fortbildungspflicht gilt aber auch für dich.
Darf ich als Betreuungskraft auch im ambulanten Dienst arbeiten?
Ja. Seit dem 1. Februar 2024 verlangen die Maßstäbe und Grundsätze für die ambulante Pflege für Betreuungskräfte in ambulanten Pflegediensten dieselbe Qualifikation nach den Betreuungskräfte-Richtlinien. Deine Qualifizierung ist damit sowohl stationär als auch ambulant einsetzbar.
Quellen
- GKV-Spitzenverband: Richtlinien nach § 53b SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften (Betreuungskräfte-RL), zuletzt geändert am 21.10.2022
- § 43b SGB XI – Inhalt der Leistung (zusätzliche Betreuung und Aktivierung)
- § 53b SGB XI – Richtlinien zur Qualifikation und zu den Aufgaben zusätzlicher Betreuungskräfte
- Bundesministerium für Gesundheit: Zusätzliche Betreuungskräfte
- GKV-Spitzenverband / Verbände der Leistungserbringer: FAQ Qualifizierungsanforderungen an Betreuungskräfte in ambulanten Pflegediensten (08.05.2024)
- Bundesagentur für Arbeit: Bildungsgutschein
Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.


